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Bewegungs-, Spiel-, und Sportfest im Juli 2003

Bewegungslust statt Bewegungsfrust
Text: Thomas Backhaus (Sportlehrer), Fotos: U. Ochsenreither

Geschicklichkeit und rechte Maß zur Langsamkeit werden beim Roller-Slalom gebraucht Der Sportunterricht an der Eschweger Waldorfschule folgt einer erweiterten Zielperspektive. Dabei geht es um mehr als nur die Anpassung an die Anforderungen der Sportwelt durch das Erlernen und Einüben von Bewegungsfertigkeiten. Wir praktizieren im Sportunterricht eine Erziehung mit und durch Bewegung, um die allgemeine Entwicklung des Kindes zu unterstützen und zu fördern. Vor allem im Grundschulalter ist es wichtig Raum zu geben für unbekannte, unnormierte und ungewohnte Bewegungsmöglichkeiten.

Auf diesem Hintergrund organisierte ich im Sommer 2003 das diesjährige Bewegungs-, Spiel- und Sportfest der Freien Waldorfschule Werra-Meißner. Auf dem neuen Schulgelände an der Eisenbahnstrasse konnten die Kinder der Klassen 1 bis 4 zwischen 12 Stationen wählen.

Begeisterte Jubelschreie lockte bei vielen Kindern das Staffelrennen mit den Bobbycars hervorBeim Cityroller-Parcours ging es nicht um den Geschwindigkeitsrekord, sondern um die Geschicklichkeit und das rechte Maß zur Langsamkeit. Die Kinder durchfuhren mit ihrem Fahrzeug eine aus Kartons gelegte enge Gasse und eine Slalomstrecke. Es galt eine Berührung mit den Kartons zu vermeiden ohne dabei einen Fuß vom Roller zu nehmen.

Im Crossball-Weitwurf musste ein Tennisball in ein großes Erdloch im unteren Teil eines ca. 4 m hohen Erdhügels geworfen werden. Von dort aus führte die Flugbahn über den Gipfel durch ein kleines Tor. Stolz über die vollbrachte Leistung kletterten die Kinder über den Berg und warfen abschließend den Ball über eine 2,50m hohe Zielabsperrung.

Begeisterte Jubelschreie lockte bei vielen Kindern das Staffelrennen mit den Bobbycars hervor. Voller Elan und Dynamik wechselten die Fahrer mit den Anschiebern.

Mit verbundenen Augen tasten sich die Schüler dicke BaumstämmeMit verbundenen Augen und nur geführt durch ein Bauband als Richtungsorientierung überquerten die Kinder vorsichtig tastend dicke Baumstämme. Sie durchdrangen als Forscherteams in der 'Nacht' herunterhängende Äste und Blätter.

Darüber hinaus konnten die Schülerinnen und Schüler sich noch im Kegeln, Baumstammweitwurf, Ballrollen mit großen Gummibällen, Bananenkistenlauf, Sackhüpfen, und Hockeygolf erproben.

Zum Abschluß der Veranstaltung wurde ein riesiger Ball über die am Boden liegenden und lachenden Kinder gerollt. Anschließend sprangen sie auf und legten sich erneut vor den herannahenden Ball, um so eine weitere 'Ganzkörpermassage' zu erhalten.

Mit verbundenen Augen tasten sich die Schüler dicke BaumstämmeVor allem die Kombination von unterschiedlicher Spiel- und Sportgeräten unter Einbeziehung des naturbelassenen Freigeländes bildeten für unsere Kinder eine motivierende Rahmenbedingung.

Das individuelle Bewegungserlebnis in der Gemeinschaft stand im Vordergrund der Veranstaltung. Jedes Kind konnte mit seinen Möglichkeiten teilnehmen, ganz nach dem Gedanken: Dabei sein ist alles!

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