|
Verein für Waldorf- Am Bahnhof 2 |
|
Freie Waldorfschule
Brückenstraße 33–35
Alter Bahnhof:
Klassenhaus |
| E-Mail an die Waldorfschule Werra-Meißner Besuchen Sie auch den Waldorfkindergarten Eschwege |
||
Lesenacht der 5. Klasse im Dezember 2003
Es war schon eine besondere Stimmung, als die Schülerinnen und Schüler der 5. Klasse bepackt mit Isomatten, Schlafsäcken, Kuchen und Büchern am Morgen des 5. Dezember in die Schule kamen. In der Nacht zum Nikolaustag wollten sie nicht einschlafen, sondern wach bleiben und nichts anderes tun als lesen und Geschichten zuhören. Aber vor der mit Spannung erwarteten Lesenacht lag noch ein langer Tag. Verfolgen Sie nun in dieser Bildergalerie, was die 5. Klasse an jenem Wochenende alles erlebte. Durch einen Mausklick auf die kleinen Bilder schalten Sie zu einer vergrößerten Ansicht um.
Nach dem Schulunterricht blieben die Kinder gleich in ihrer Schule, denn viele haben eine weite Anreise, und statt den schönen Tag in Bussen oder Autos zu verbringen, macht es doch viel mehr Sinn, den Tag zusammen mit den Schulkameraden zu erleben. Frisch gestärkt durch ein gemeinsames Mittagessen im Klassenzimmer, ging es erst mal auf die Baustelle des neuen Klassenhauses. Hier übertrumpften sich die Schülerinnen und Schüler gegenseitig mit dem Ausgraben und Schleppen von Steinen und sammelten nebenbei den Müll von der Baustelle. Nach einer Kaffeerunde blieb die Klasse gleich im Klassenzimmer, und alle bastelten wunderschöne Lichterketten für die kommende Nacht.
Und dann begann die große Lesenacht mit einer Schmökerstunde. Die Kinder hatten ihre Lieblingsbücher mitgebracht und auf einem Büchertisch ausgestellt. Auch die Bücherei der Stadt Eschwege hatte sich nicht lumpen lassen und eine umfangreiche 'Schmökerkiste' zusammengestellt. So wurde es auf einmal still im Klassenzimmer. In allen Ecken saßen oder lagen kleine Gruppen von Schülern und lasen sich gegenseitig Geschichten vor oder erzählten aus ihren Lieblingsbüchern. Einige Kinder zogen sich an ein stilles Plätzchen zurück und versanken ganz allein in ihren ausgewählten Büchern.
Nach dem Abendessen war es dann so weit: In Windeseile richteten sich die Kinder ihre Nachtlager und krochen in die wärmenden Schlafsäcke. Dann begannen Eltern und Klassenlehrerin mit dem Vorlesen der Abenteuer des kleinen, dicken, ehrwürdigen Ritters Sir Oblong-Fitz-Oblong, der immer und standhaft für die Wahrheit und die Gerechtigkeit kämpfte. Etwa 200 Seiten und vier Stunden später waren alle Kinder beruhigt eingeschlafen, und auch der ehrwürdige Ritter Oblong-Fitz-Oblong hatte alle Abenteuer bestanden und sich in den Ruhestand zurückgezogen.
Es war eine kurze Nachtruhe, denn schon um 5:30 Uhr wachten die ersten Kinder wieder auf. Einige Schüler deckten den Frühstückstisch, und andere lasen in ihren eigenen Büchern oder hörten einer neuen spannenden Geschichte aus einem weiteren dicken Buch zu. Und während draußen die Stadt Eschwege langsam zu neuem Leben erwachte, versammelten sich die Leseratten an der Frühstückstafel. Frisch gestärkt wurde danach geräumt, geputzt, gefegt. Dann war kein Halten mehr, denn der Nikolausmorgen wartete mit neuen Herausforderungen auf. Schließlich mussten die Kinder schnell zu Hause nachschauen, ob sich das gewissenhafte Putzen der Stiefel wirklich gelohnt und der Nikolaus sie nicht vernachlässigt hatte.













