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Freude schöner Götterfunken ...

Fünfte Klasse trainiert in Beichlingen für olympische Spiele

Text und Fotos: Stefanie Salzmann

Beichlingen. Auge in Auge kämpfen, den Gegner respektieren und dennoch versuchen, ihn aus dem Ring zu drängen und zu siegen. Das ist Ringkampf – eine von den fünf ursprünglichen olympischen Disziplinen, die hier im Jugenddorf Beichlingen bei Weimar (Thüringen) trainiert werden. Waldorfschüler der 5. Klassen aus Dresden, Chemnitz, Leipzig, Halle, Eschwege, Jena und dem polnischen Krakau bereiten sich hier seit Montag auf die am Freitag stattfindenden „Griechischen Spiele“ vor, wo sie für ihre griechischen Städte wie unter anderem Athen, Sparta, Theben, Nemea, Olympia, Delfi, Korinth und Rhodos als Athleten gegeneinander im Diskuswerfen, Laufen, Springen, Ringen, Wagenrennen und Speerwerfen antreten werden. Für die Fünfklässler, die sich in diesem Jahr intensiv mit Griechenland und der Antike beschäftigt haben, sind die Spiele ein lebendiger und sicher unvergesslicher Abschluss des Schuljahres.

Nicht so weit wie Marathon, aber auch das thüringische Olympia muss erst mal 'erwandert' werden. Foto: S. Salzmann

Begonnen hat die Reise für alle mit einem fünf Kilometer langen Marsch vom Kölledaer Bahnhof ins olympische Dorf Beichlingen. Nachdem die Unterkünfte bezogen waren, wurde am Montagnachmittag das Athletenlager von den Herakloniken, den obersten Wettkampfrichtern und Hütern von Fairnis und Respekt, in einer feierlichen Zeremonie eröffnet. Die Kinder wurden in ihre so genannten Poleis (ihre Mannschaften) berufen und dabei bunt ganz bunt durcheinandergewürfelt. Jede Polis setzt sich aus Kindern aus allen „echten“ Städten zusammen.

Schwerer, als man denkt, ist die richtige Technik beim Speerwurf zu meistern. Foto: S. Salzmann

Leo beim Diskuswerfen: Dreimal gen Himmel vor dem Wurf. Foto: S. Salzmann

Am nächsten Morgen begann dann für alle das Kennenlernen der eigenen Mannschaft und das Training für die bevorstehenden Spiele. Dabei geht es in den Disziplinen bei weiten nicht nur um die messbare Höchstleistung, sondern auch um Anmut und Schönheit im Sport, Teamgeist und Respekt. Beim Ringen muss man dem Gegner in die Augen sehen, das ist die Regel. Speerwerfen fordert jedem höchste geistige und körperliche Konzentration ab, und die Diskusscheibe muss vor dem Wurf dreimal gen Himmel präsentiert werden. Bei allem sind den Athleten die Götter gnädig, und Helios steht den ganzen Tag am Himmel, während Zeus sich bisher zurückhält.

Die Mannschaften repräsentieren verschiedene Städte (poleis). Foto: S. Salzmann

Der Trainingsteil der griechischen Woche wird am Donnerstag mit einer gemeinsamen Monatsfeier auf dem Hof des Schlosses Beichlingen abgeschlossen, und am Freitag finden die Spiele statt, zu der hoffentlich zahlreiche und begeisterte Gäste erwartet werden.

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