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Fahrradtour der 7. Klasse 2002

Werra aufwärts ...
Text: Walter Wellbrock und Schüler der 7. Klasse (2002), Fotos: A. Hähnke

In der ersten Septemberwoche war die 7. Klasse auf großer Fahrt mit dem Fahrrad unterwegs, die Werra aufwärts. Wir hatten riesiges Glück mit dem Wetter, denn es war die letzte schöne Woche vor diesem verregneten Herbst.

Alle Fahrräder waren schwer beladen mit Zelten, Schlafsäcken, Essgeschirr, Kleidung für alle Wetterlagen und allem, was macht sonst noch so braucht.

Tagebuch schreiben war Pflicht am Ende der einzelnen Etappen.Auf dem Schulwandertag, eine Woche zuvor, hatten wir ausgiebig das Fahren in einer Kolonne geübt. Verschiedene Handzeichen waren verabredet, so fürs Anhalten, fürs Fahren in einer Reihe oder in zwei Reihen und für das Abbiegen. Das Linksabbiegen musste besonders geübt werden, wie eine ganze Klasse sich schlangenartig vor den Autos in die Straßenmitte einfädelt und dann jeder auf eigene Verantwortung links einbiegt. Unterwegs haben alle diese Dinge hervorragend geklappt!

Jeden Tag mussten die Kinder Tagebuch schreiben und nach der Klassenfahrt aus diesen Tagebuchaufzeichnungen einen Artikel für die Schulzeitung schreiben. Hier nun einige Kostproben aus diesen Artikeln:

Montag, den 2. 9. 2002

Wir sind heute morgen um 8.35 Uhr an der Schule losgefahren. Bald mussten wir wieder anhalten, weil es eine Reifenpanne gab. Dann ging's weiter. Es ging sehr langsam voran, denn fast alle 10 Minuten mussten wir wegen irgend einer Panne anhalten. Nach einem Tag voller Aktivitäten schmeckt das Abendessen noch einmal so gut.Aber die Pannen zu reparieren ging schnell und wir mussten nicht lange aufs Weiterfahren warten. Diese kleinen Pausen nutzten wir zum Trinken.

Am Schluss war es etwas anstrengender, weil die Jungs nur noch rumgemeckert haben: ... "Oh, oh, nicht noch mal anhalten!" – Das legte sich nach einer Weile wieder.

Als wir dann endlich auf unserem Zeltplatz in Mihla an der Werra angekommen waren, haben wir festgestellt, dass einige fehlten. Nach dem Zelte aufbauen und einrichten kamen die verspäteten Radfahrer endlich an. Bald danach sind wir ins Schwimmbad gefahren; dort war es sehr schön. Nach dem Schwimmbadbesuch kam Familie Herrmann und hat uns Essen gebracht.

Dann haben wir in das Tagebuch geschrieben. Bald darauf sind wir mit Herrn Wellbrock ein besonderes Haus anschauen gefahren. Als wir wieder auf dem Zeltplatz waren, haben wir ein Lagerfeuer gemacht. Danach haben wir uns die Sterne angeschaut und sind schlafen gegangen.

(Pia und Lisa)

Dienstag, den 3. 9. 2002

Nach dem Frühstück haben wir unsere Zelte abgebaut. Gleich nach dem Abbauen der Zelte geht's wieder los.Um 9.00 Uhr standen alle schon startklar, doch wir mussten noch auf eine Person warten ...

(Maria C.)

Wir sind aus Mihla losgefahren und dann nach 20 km in Hörschel angekommen. Wir haben unsere Zelte aufgebaut und sind wenig später nach Eisenach gefahren. Dort habe ich mit Herrn Wellbrock eine Schraube für meinen Gepäckträger für 50 Cent gekauft. Und davor haben wir die Wartburg besichtigt.

(Florencio)

Nach der Wartburgbesichtigung durften wir noch eine Stunde in der Stadt in kleinen Gruppen nach etwas zum Mitbringen suchen. Als wir uns wieder getroffen haben, sind wir in ein Restaurant Pizza essen gegangen. Nachdem wir wieder bei den Zelten angekommen waren, machten wir ein Lagerfeuer; nach einigen Spielen gingen wir schlafen.

(Maria C.)

Mittwoch, den 4. 9. 2002

Wieder alles eingepackt, ging es weiter von Hörschel aus über Gerstungen nach Heringen. Trotz Gewitter: Das Grillfest macht allen Spaß.In Heringen auf dem Zeltplatz angekommen, gingen wir erst mal gratis schwimmen. Einige Schüler spielten noch Minigolf. Am Abend wurde gegrillt – wir hatten riesigen Hunger.

(Niklas)

Gegen 6.00 Uhr kam Familie Rudolph, um uns Essen zu bringen. Es gab Würstchen und Gemüse. Kurz bevor wir essen wollten, kam ein Gewitterregen. Nach dem Regen konnten wir endlich essen. Wir haben wieder Lagerfeuer gemacht, aber diesmal haben wir keine Spiele gespielt. Wir sind dann in die Zelte gegangen, aber haben uns noch unterhalten. So sah unser dritter Tag aus.

(Anna)

Donnerstag, den 5. 9. 2002

Nach dem Zelte abbauen fuhren wir zum Salzmuseum. Dort machten wir eine Führung mit und erfuhren unter anderem, dass die Salzberge in Heringen 20.000 t pro Tag wachsen. Nach der Führung und einer Eisstärkung fuhren wir weiter.

(Till und Hannes)

Wir wollten heute 50 km fahren, weil ein paar Mädchen sich mehr nicht zugetraut haben. Am Anfang hatten die Einen und die Anderen kleine Pannen. Die Mädchen sind heute wieder vorne gefahren; dadurch sind wir irgendwie immer schneller gefahren.

(Constantin)

76 Kilometer können ganz schön lang werden – genau wie die Gesichter derjenigen, die sie mühsam erstrampelt haben.Es war eine lange Strecke von 76 km. Regelmäßig machten wir Pause. Nach sieben Stunden Fahrrad fahren kamen wir in Altenburschla an. Alle waren froh, als wir endlich da waren. Direkt an der Werra bauten wir unsere Zelte auf.

(Alischa)

Am Abend haben wir noch Frisby gespielt, bis sie in die Werra fiel. Dann haben wir noch am Wasser gesessen und gesungen.

(Maria v.O.)

Wir gingen an diesem Abend relativ früh ins Bett und schliefen schnell ein.

(Till und Hannes)

Freitag, den 6. 9. 2002

5. Tag und letzter Tag. Auch heute gab es wieder frische Brötchen. Um 10.00 Uhr machten wir uns auf den Weg für die letzten 16 km. Dies war die erste und letzte Fahrt ohne Panne!

(Philipp)

Heute konnten wir ausschlafen, aber trotzdem waren viele schon früh wach und begannen einzupacken. Dann gab es Frühstück. Beim Frühstück werden neue Kräfte getankt.Die Jungs hatten keinen Hunger und machten ihre Räder startklar. Als wir anfingen zu packen, konnten die Jungs spielen, denn sie waren damit ja schon fertig.

Kurz darauf fuhren wir los. [..] Auf dem Weg von Altenburschla nach Eschwege haben wir ein Lied gedichtet, das wir sangen, als wir nach Eschwege reinfuhren. Es ging so:

Wir sind da! Wir sind da!
Wir sind angekommen!
Wir sind angekommen!
Wir sind da!

Als wir wenige Minuten später klingelnder Weise auf den Schulhof fuhren, schaute Madame Alain aus dem Fenster und Herr Backhaus, Herr Petzold und Herr Yaari kamen raus, um uns zu begrüßen. Nach diesem Empfang gab uns Herr Wellbrock zwei Kugeln Eis aus. Danach ging jeder seinen Weg.

Das war das Ende einer unvergesslichen Klassenfahrt!

(Pia und Lisa)

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