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Mit „Willi“ und „Paul“ nach Heringen
Gesteinskunde-Klassenfahrt der 6. Klasse
von Birgit Elbracht. Fotos: 6. Klasse

Mit gespannten Gesichtern, guter Stimmung und voll beladenen Fahrrädern starteten am Montag die Sechsklässler zur Gesteinskunde-Klassenfahrt mit dem Ziel Heringen an der hessisch-thüringischen Grenze. Da unterwegs immer wieder das Gepäck verrutschte, kleine und große Pausen benötigt wurden, Reifen geflickt und Gepäck neu geschnürt werden musste, erreichten die Kinder erst gegen Abend den ersten Zielort Creuzburg.
Am Dienstag ging es gut gestärkt nach Heringen. Es mutete schon etwas lustig an, wenn die Kinder ein fröhliches „Willi“ oder einen ernster „Paul“ riefen. Dies waren die „Codes“, in lockerer Zweiergruppe zu fahren oder in geordneter Reihe hintereinander.

Das Besucherbergwerk in Merkers war am Mittwoch das Ziel. Die Kinder blieben zwei Tage vor Ort und genossen es, mal ohne Gepäck zu fahren. „Der Fahrstuhl fährt 8 m in der Sekunde, und die Höhle ist so groß, dass es darin Konzerte gibt“, sprudelten die Kinder am Abend begeistert hervor. Das kühlende Bad im Freibad und die anschließende Pizza hatten sie sich redlich verdient. Über dem Lagerfeuer gegrillte Marshmallows mit Keksen bildeten für den Tag den krönenden Abschluss. „Ein absolutes Muss in Amerika“, erklärte Gabriel begeistert.

Donnerstag musste die längste Strecke von 60 Kilometern bewältigt werden. Nach einem Sturz zu Beginn, mehreren Platten und Bauchweh kam die ganze Gruppe k.o., aber guter Stimmung in Probsteizella an.
Auf der ganzen Reise sorgte für sichere Fahrräder durch fachmännische Reparaturen aller Art Günter Reimann. Als Mutmacherin und erste Hilfe Spezialistin zeichnete sich Andrea Apel aus. Für zwei Tage fuhr Birgit Elbracht als „Rücklicht“ und „Aufsammlerin“ mit. Den Rahmen hielt Holger Patzek in gewohnt souveräner Art und Weise.
In Probsteizella wartete ein vorbereitetes Abendessen auf die hungrigen Mäuler: leckeres Grillgut (auch für VegetarierInnen) und Salate. In der Abenddämmerung lagen die Kinder auf der Wiese im Kreis und erzählten sich Gruselgeschichten, jeder Neuankömmling sollte als Eintritt einen Schlafsack und etwas Süßes mitbringen. Herr Patzek löste gegen 22.30 Uhr die nette Runde auf, und alle Kinder krochen in ihre Zelte.

Am Freitag strampelte es sich fast von allein. Die erste Pause wurde in Wanfried am Hafen eingelegt, und dann ging es zügig nach Eschwege. So hatten alle die 220 Kilometer gut abgestrampelt. Die Eltern nahmen am Alten Bahnhof glückliche Kinder mit müden, aber zufriedenen Gesichtern nahmen die Eltern in Empfang.

