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Verein für Waldorf- Am Bahnhof 2 |
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Christgeburtsspiel, Dezember 2003

Die Wurzeln der "Oberuferer Weihnachtsspiele" reichen zurück bis ins 13. und 14. Jahrhundert, als arme Bauern am Oberrhein, in der Schweiz und im Elsaß, zum Weihnachtsfest die Christgeburt in Form von Spielaufführungen feierten. Von dort aus wanderten im 15. Jahrhundert viele Menschen an der Donau entlang nach Osten bis fast nach Budapest, wo sie sich auch in der so genannten Oberuferer Region niederließen. Ihr Weihnachtsspiel nahmen sie mit, und mehr als 300 Jahre lang wurde es ausschließlich mündlich von Generation zu Generation überliefert.
Erst um 1850 herum wurde der Text des heute noch aufgeführten Spiels erstmals schriftlich niedergelegt. Der Sprachforscher Julius Schroer aus Wien schrieb alles so auf, wie er es von den Bauern hörte. Jahre später erzählte er seinem Freund Rudolf Steiner, dem Gründer der ersten Waldorfschule, begeistert von den Aufführungen, die er selbst miterlebt hatte. Rudolf Steiner seinerseits organisierte erstmals im Jahr 1910 in Berlin eine Aufführung und ließ das Stück ab 1911 von einem Kreis Wiener Freunde spielen. Im Jahr 1921 wurde es auch in der ersten Waldorfschule in Stuttgart aufgeführt.
Noch heute wird das "Oberuferer Christgeburtsspiel" an vielen Waldorfschulen regelmäßig vor Weihnachten in Szene gesetzt – von der "Companei" unserer Schule allerdings zum ersten Mal. Damit wird eine alte Tradition aufgegriffen, nach der die Lehrkräfte einer Waldorfschule gemeinsam mit Eltern ihren Schülerinnen und Schülern mit der Aufführung ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk machen, das ihnen Mut, Kraft und Zuversicht für das kommende neue Jahr geben soll.













